#fotografengegenrechts / #kreativegegenrechts – Mein Statement gegen Rechts * #FCKNZS

Kein Platz für rechte Hetze!

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WEIL ES WICHTIG IST!

Als freiberuflicher Fotograf arbeite ich täglich mit Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Patchwork-Familien, queere Paare, offene Beziehungen, Menschen mit Behinderung, Menschen aus dutzenden Herkunftsländern, Menschen, die sich selbst finden oder neu erfinden.
Kurz: Ich sehe durch meine Kamera das Abbild einer Gesellschaft, wie sie sein sollte – bunt, offen, respektvoll, neugierig und frei.

Doch genau dieses Bild steht 2025 so sehr unter Druck wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Nach den Correctiv-Recherchen über die Treffen von AfD-Funktionären mit Rechtsextremen, nach den ganz offen kommunizierten Plänen zur Massendeportation und „Remigration“, nach all den immer dreisteren Angriffen auf Presse, Kunst, Wissenschaft, Minderheiten, migrantische Menschen und das Grundgesetz war für mich klar:
Ich schweige nicht mehr. Nicht auf meiner Webseite, nicht in meinen Bildern, nicht in meinem Alltag.

Als „linksgrünversiffter“ freiheitsliebender Mensch mit griechisch-türkischem Familienhintergrund wäre ich einer der Ersten, die in den Fantasien der AfD, Höckes und der ganzen braunen Dunning-Kruger-Clique „remigriert“ werden würden. Und genau deshalb sage ich es deutlich:
Es reicht.

Wir haben dieses „Ach, das geht mich nix an“ vor 90 Jahren schon ausprobiert – es endete in einer Katastrophe.
Neutralität ist ein Mythos, wenn Menschenrechte verhandelt werden sollen.


Was 2025 zusätzlich klar geworden ist

Während die AfD offen rechtsextreme Narrative normalisiert, kopieren Teile der CDU/CSU dieselben Parolen in der Hoffnung, dem „Rechtsruck“ hinterherlaufen zu können. Ergebnis: Sie verlieren weiter – und stärken damit ironischerweise das Original, das sie imitieren.

Währenddessen regiert ein Kanzler, den kaum jemand ernst nimmt, der Reformen versprach und stattdessen Grillenzirpen liefert – außer, wenn es um Klientelgeschenke geht. Wirtschaftsflaute, zerredete Projekte, eingeknickte Sozialpolitik, Rückabwicklungsphantasien – und ein öffentliches Fremdscham-Level, das nur noch schwer zu überbieten ist.

Parallel dazu erleben wir einen erschreckenden Anstieg von Antisemitismus und Israelhass, besonders online. Die AfD entdeckt Israel plötzlich als nützliches Alibi, um noch mehr Islamhass salonfähig zu machen – und gleichzeitig werde ich aus meiner eigenen linken Bubble angefeindet, weil ich ein stabiles, faktenbasiertes Bekenntnis zum Existenzrecht Israels formuliere.
Was für ein toxisches Paradox.

(Jeder, der wirklich verstehen will, wie man solche komplexe Debatten sauber einordnet, dem empfehle ich Joeys Texte bei U.M auf Steady – ein extrem hilfreicher Kompass in einer extrem unübersichtlichen Zeit.)

Zwischen den Fronten? Nein. Einfach klar.

Ja, ich stehe gefühlt oftmals zwischen den Lagern – aber nicht, weil ich unentschlossen wäre. Sondern weil ich mich weigere, mich von rechts oder von vermeintlich links wegmobben zu lassen. Haltung bedeutet manchmal, von mehreren Seiten Gegenwind zu bekommen. So what.
Zudem gibt es mehr stabile Linke, als man denkt! Von diesen erfahre ich viel Zuspruch und das macht mir Mut und motiviert!


Jungnazis in Gießen

Dazu kommt die nächste Eskalation hier vor Ort:
Ende November gründet die AfD ihre neue Jugendorganisation in Gießen. Darauf haben wir mit der Kampagne #schwätzenstatthetzen reagiert, um noch mehr Menschen aus der Mitte der Gesellschaft zu motivieren, uns auf die Demos zu begleiten.
Wer den Mund aufmacht, verändert etwas. Wer schweigt, macht Platz.

Dabei erlebe ich täglich die kleinen Sabotageversuche von rechts: Die Löschung meiner Haupt-Instagram-Seite durch Meta. Die Sperrung fast aller weiteren Accounts für ein Jahr (!), weil rechte Trolle massenhaft melden oder der Algorithmus absurde Entscheidungen trifft. Holocaustrelativierung bleibt online – aber klare Gegenrede wird als „Scam“ geflaggt.
Wenn das kein Hinweis darauf ist, wie wichtig es geworden ist, sichtbar zu bleiben – dann weiß ich es auch nicht.

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(Unser Logo von #schwätzenstatthetzen, unsere Postkarte (ging weg wie warme Semmeln! 😉 und unser Plakat. Wir haben als ein Kernteam von 5 Leuten mit vielen tollen Supportern diese Kampagne im Spätsommer 2025 aus dem Nichts gestampft und sind wirklich stolz auf das, was wir geschafft haben!

Schau doch mal auf Insta bei uns vorbei! Denn eines ist klar: #schwätzenstatthetzen bleibt keine Eintagsfliege! Die Arbeit ist noch lange nicht getan!)


Die große Sammlung der Ausredenakrobatik

„Ich will mit Politik nichts zu tun haben!“

Klar. Und Pflanzen wollen nichts mit Photosynthese zu tun haben.

Das ganze Leben ist politisch:
Mieten. Einkommen. Arbeitszeiten. Kita. Gesundheit. Steuern. Datenschutz. Nahverkehr. Grundrechte. Selbstbestimmung. Kunstfreiheit.
Alles davon entscheidet die Politik – nicht irgendein universeller Zufallsfaktor.

Wenn Menschen schreien „Ich bin unpolitisch“, meinen sie meist:
„Ich möchte die Konsequenzen meiner Haltungslosigkeit nicht spüren.“

Und wenn sie dich dafür entfreunden? Dann war da nie Freundschaft, sondern Bequemlichkeit.


„Die Linken sind die wahren Faschisten!“

Nein. Kauf dir ein Grundgesetz. Und vielleicht einen Geschichtsband dazu.

Wer Gleichberechtigung, Freiheitsrechte, Wissenschaft, Vielfalt und Antifaschismus mit Faschismus verwechselt, hat nicht nur das Grundgesetz nicht verstanden – sondern auch die grundlegende Mechanik von Demokratie.


Warum ich all das hier schreibe…

Weil ich Kunst liebe.
Weil ich Menschen liebe.
Weil ich glaube, dass eine freie Gesellschaft nicht von selbst bestehen bleibt.
Weil Hass und Hetze der Feind jeder Form von Kreativität sind.

Und weil ich möchte, dass Menschen, die Angst haben, sich zu positionieren, sehen:
Man überlebt das.
Man wächst daran.
Und man ist nie allein.

…und warum jetzt der Moment ist, gemeinsam laut zu werden!

Je mehr ich mich politisch engagiere, je mehr ich mich einmische, je öfter ich mich gegen rechten Hass positioniere, desto klarer wird mir:
Wir Kreativen sind nicht nur Beobachtende. Wir sind Multiplikatoren. Wir formen Bilder, Narrative, Erinnerungen. Und genau deshalb haben wir Verantwortung.

Aus dieser Haltung heraus starte ich jetzt einen neuen Anlauf für die Kampagne
„Fotograf:innen gegen Rechts“ / „Kreative gegen Rechts“.
2025 ist kein Jahr zum Wegschauen, kein Jahr für Neutralität, kein Jahr für „Ich halte mich da raus“.
Gerade wir, die von Vielfalt leben, die Queerness sichtbar machen, Migration zeigen, Lebensrealitäten dokumentieren, Menschen empowern – wir müssen gemeinsam klarstehen, bevor andere für uns definieren, wer zu dieser Gesellschaft gehören darf.

Ich lade deshalb ausdrücklich alle Kolleginnen und Kollegen ein – Fotograf:innen, Designer:innen, Videomenschen, Kunstschaffende aller Sparten:
Zeigt Haltung. Auf eurer Webseite. Auf Social Media. In euren Projekten. In euren Bildern. In euren Bio-Texten. In euren Netzwerken.
Nicht belehrend, nicht pathetisch – sondern selbstbewusst, professionell und menschlich.
Jede Stimme zählt. Jede Sichtbarkeit hilft.
Und zusammen sind wir unüberhörbar.

Auf ein buntes, freies, menschliches Miteinander.
Jetzt erst recht.

Euer Rossi

P.s.: Wer sich an meiner Initiative beteiligen möchte, kann mich gern kontaktieren. Den Banner sowie die Logos sende ich euch selbstverständlich gern in hoher Auflösung zu.

#fckafd #fcknazis #fotografengegenrechts #kreativegegenrechts #demokrateam

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2 Comments

  1. Rossi /

    Nazis machen Mimimi – Rossi antwortet! <3

    Hallo Torsten,
    dein Kommentar ist wirklich beeindruckend – eine wahre Meisterleistung in Sachen Logik und Argumentation.
    Es ist bemerkenswert, wie du mir mit einem einzigen Satz nachweisst, dass du sowohl politisches Fachwissen als auch orthografisches Talent meisterlich ignorierst.
    Das falsch gesetzte Komma und die kreative Grammatik verleihen deiner Aussage eine ganz besondere Note – typisch „deutsch“, oder?
    Was würde der Führer wohl dazu sagen?
    In jedem Fall ein Paradebeispiel dafür, wie man Klischees pflegt. 😉

    Was ich allerdings wirklich spannend finde: Du weißt doch sicher, dass dein Kommentar erst freigeschaltet werden müsste, oder?
    Bedeutet also, du hast ihn geschrieben, wissend, dass er vielleicht niemals jemand anderen erreicht.
    Doch keine Sorge, ich werde ihn natürlich veröffentlichen – als Paradebeispiel dafür, wie man nicht diskutieren sollte.
    Ironischerweise unterstreicht dein Kommentar nämlich nur, warum ich mit meinem Statement gegen Rechts völlig richtig liege.

    Zu meiner ‚Ahnung‘ von Politik:
    Du hast recht, meine Kenntnisse basieren wohl eher darauf, dass ich mich klar gegen Rechtsextremismus positioniere und auf Grundlage von Fakten diskutiere. Vielleicht reicht das ja schon als „Ahnung“?
    Und ja, so viel Ahnung, dass ich demnächst für ein großes Business-Fotoprojekt mit einem Honorar von über 6000 € gebucht wurde – auch wegen meiner klaren Haltung.
    Lustig, oder? Ich wette, dass du mir da sicher ebenbürtig bist. Oder irre ich? 😉

    Falls du übrigens Lust hast, das Ganze auf einer sachlichen Ebene auszudiskutieren – am besten auf Grundlage von Fakten, versteht sich! – lade ich dich herzlich ein, mich persönlich anzurufen.
    Es wäre mir eine Freude, zu sehen, ob du neben Beleidigungen auch Argumente mitbringen kannst.
    Mit den allerherzlichsten Grüßen und ganz viel Liebe – und weiterhin viel Erfolg beim Üben von Grammatik, Rhetorik und demokratischer Diskussionskultur!

    Rossi =D

    P.s.:
    Du hast mich erwischt! Ja, ich gebe es zu: Ich bin natürlich ein stolzer ‚Antifant‘. Mein Demogeld ist mittlerweile in schwindelerregende Höhen gestiegen – mehrere Zehntausend Euro pro Monat, versteht sich! Schließlich habe ich als langjähriger Abonnent mit meinem Antifa-Ausweis Stufe Gold-Platin einen der höchsten Ränge erreicht. Man wird ja nicht einfach so an die Spitze der Antifa-Hierarchie befördert. Das braucht Einsatz! 😏

    Das Essen auf den Demos ist übrigens wirklich ein Traum. Keiner dieser billigen Dosen-Eintöpfe! Ich weiß auch gar nicht, wo das mit der „Gratis Bratwurst“ herkommt, das ist halt so ein typisches Narrativ, ein Ablenkungsmanöver, um Rechtsextreme wie dich nicht zu neidisch werden zu lassen.
    Am Ende wechselt ihr noch das Lager und schließt euch der links-grün-versifften Sache an! Wo kämen wir denn da hin!!
    Wir lassen uns jedenfalls nur das Allerfeinste liefern (wird natürlich alles von der Regierung bezahlt):
    handgemachte vegane Trüffelgnocchi mit Kaviar aus Chiasamen, serviert mit einem Hauch von biologisch-dynamischem Schnittlauchöl.
    Dazu eine Auswahl exquisiter Getränke – von Hafermilch-Champagner bis zum Klassiker: fair gehandeltem Bio-Latte-Macchiato, der von singenden Aktivist*innen frisch gebrüht wird.

    Natürlich arbeiten wir auch an unseren anderen Projekten: der groß angelegten ‚Umerziehung‘ Deutschlands, dem Verbot aller Grillpartys in Reihenhaussiedlungen und der geheimen Einführung von Soja-Latte als Pflichtgetränk in jeder Kantine. Aber das bleibt unter uns, okay? 😉

    Du hast mir jedenfalls mit deinem Kommentar ein weiteres Sternchen im Antifa-Karriere-System eingebracht – demnächst bekomme ich vielleicht sogar einen Bonus:
    ein Wochenendseminar in veganem Yoga, natürlich auf Kosten des ‚links-grün-versifften Systems‘!

    Beste Grüße,
    Dein hochdekorierter Antifant mit goldgeprägtem Ausweis und exquisitem Geschmack für Demokratie und Trüffel.

    P.p.s.:
    AfDler zum Mars remigrieren!

  2. Torsten /

    Also von Politik, hast Du ja wohl echt keine Ahnung. Gehörst wohl zur Gruppe der Antifanten und siehst zu wie Deutschland weiter den Bach runter geht. Dümmer gehts halt immer auch bei Fotografen.

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